Grundstücksbesichtigung

Warum die Prüfung vor Ort entscheidend ist

Bei einem Pachtgrundstück zählt weniger die Optik als die tatsächliche Eignung für Ihre Nutzung. Boden, Erschließung, Zufahrt, Grenzen und mögliche Altlasten bestimmen, ob eine Fläche zu Ihrem Vorhaben passt. Eine strukturierte Grundstücksbesichtigung hilft, keine wichtigen Punkte zu übersehen.

Begehung eines Grundstücks bei der Besichtigung

Vorbereitung der Besichtigung

Klären Sie vorab die wichtigsten Eckdaten und bringen Sie die passenden Unterlagen mit:

  • den Lageplan und den Auszug aus dem Bebauungsplan
  • Angaben zu Größe, Zuschnitt und Grenzen
  • Informationen zum Erschließungsstand
  • eine Liste Ihrer Fragen zur geplanten Nutzung

Worauf Sie vor Ort achten sollten

  • Bodenbeschaffenheit: Bei landwirtschaftlicher Nutzung ist die Ertragsfähigkeit entscheidend, bei Bauvorhaben die Tragfähigkeit.
  • Erschließung: Liegen Wasser, Strom und Zufahrt an, oder entstehen Anschlusskosten?
  • Zufahrt und Wegerechte: Ist die Fläche über öffentliche Wege erreichbar, oder bestehen Wegerechte?
  • Grenzen: Sind die Grenzen erkennbar und vermessen?
  • Altlasten: Bei früherer Gewerbe- oder Industrienutzung ist eine Altlastenauskunft wichtig.
Prüfung von Grundstücksunterlagen vor Ort

Nach der Besichtigung

Halten Sie Ihre Eindrücke direkt fest und gleichen Sie sie mit den Unterlagen ab. Bei Verdacht auf Bodenprobleme oder Altlasten kann ein Bodengutachten sinnvoll sein – bei langfristigen Pachtverträgen ist das eine lohnende Investition. Die Ergebnisse fließen direkt in die Prüfung des Pachtvertrags ein. Wir begleiten die Besichtigung und übernehmen die relevanten Vorprüfungen für Sie.

Häufige Fragen rund um den Termin in Wiesbaden

Worauf sollte ich bei der Grundstücksbesichtigung achten?

Vor allem auf Boden, Erschließung, Zufahrt und Grenzen statt auf die Optik – wir gehen die Punkte mit Ihnen durch. Die Eignung für Ihre Nutzung zählt.

Prüfen Sie systematisch:

  • die Bodenbeschaffenheit und die Eignung für Ihre Nutzung
  • den Erschließungsstand mit Wasser, Strom und Zufahrt
  • Grenzen, Wegerechte und mögliche Altlasten

Ein günstiger Pachtzins nützt nichts, wenn die Fläche für Ihr Vorhaben ungeeignet ist. Gerade bei früherer Gewerbenutzung sollten Altlasten ausgeschlossen werden. Auch die Frage der Zufahrt entscheidet oft über die Nutzbarkeit. Wir weisen Sie bei der Begehung auf kritische Punkte hin. So erkennen Sie vorab, ob eine Fläche wirklich passt.

Wie prüfe ich Altlasten beim Pachtgrundstück?

Über das Altlastenkataster und die Nutzungsgeschichte, bei Verdacht ergänzt durch ein Bodengutachten – wir übernehmen die Prüfung. Gerade bei früherer Gewerbenutzung ist Vorsicht geboten.

Die Prüfung umfasst in der Regel:

  • die Einsicht in das Altlastenkataster der zuständigen Behörde
  • die Recherche der früheren Nutzung anhand alter Unterlagen
  • bei konkretem Verdacht ein Bodengutachten

Bei einer Bewirtschaftung kann der Pächter für den ordnungsgemäßen Zustand mitverantwortlich sein. Deshalb sollte die Frage der Altlasten vor der Pacht geklärt sein. Auch eine Freistellung durch den Verpächter kann sinnvoll sein. Wir prüfen die Vorgeschichte der Fläche, bevor Sie sich binden. So gehen Sie kein unkalkulierbares Risiko ein.

Warum ist die Erschließung so wichtig?

Weil fehlende Anschlüsse erhebliche Zusatzkosten verursachen können – wir klären den Erschließungsstand vorab. Der reine Pachtzins sagt darüber nichts aus.

Zu prüfen ist vor allem, ob vorhanden sind:

  • ein Anschluss an Wasser und Abwasser
  • ein Stromanschluss für die geplante Nutzung
  • eine gesicherte Zufahrt über öffentliche Wege

Bei einer unerschlossenen Fläche können die Anschlusskosten den Vorteil eines niedrigen Pachtzinses aufzehren. Wer trägt diese Kosten, sollte im Pachtvertrag klar geregelt sein. Deshalb holen wir vor der Pacht eine Auskunft zum Erschließungsstand ein. So fließen diese Kosten von Anfang an in Ihre Kalkulation ein. Damit vermeiden Sie eine kostspielige Überraschung nach dem Vertragsschluss.

Sollte ich das Grundstück mehrfach besichtigen?

Bei ernsthaftem Interesse ja, am besten zu unterschiedlichen Bedingungen – wir planen die Termine mit Ihnen. Manches zeigt sich erst beim zweiten Blick.

Ein zweiter Termin lohnt sich, um zu prüfen:

  • das Verhalten des Bodens bei Nässe oder nach Regen
  • die Zufahrt und Erreichbarkeit zu verschiedenen Zeiten
  • die Umgebung und mögliche Störquellen

Gerade bei landwirtschaftlichen Flächen ist der Zustand bei Nässe ein wichtiger Hinweis. Auch die Umgebung wirkt je nach Tageszeit unterschiedlich. Deshalb planen wir die Termine bewusst und nicht in Eile. So treffen Sie Ihre Entscheidung auf einer belastbaren Grundlage. Wir begleiten Sie zu jedem Termin.

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