Notartermin beim Grundstückskauf

Was beim Termin passiert

Der Notartermin ist der rechtlich entscheidende Schritt beim Grundstückskauf. Hier wird der Kaufvertrag verlesen, von beiden Parteien unterzeichnet und notariell beurkundet. Ohne notarielle Beurkundung ist ein Grundstückskauf in Deutschland unwirksam.

Notarbüro mit Vertragsunterlagen

Der Ablauf in fünf Schritten

  1. Identitätsprüfung: Der Notar prüft die Personalausweise aller Beteiligten. Käufer und Verkäufer müssen persönlich anwesend sein oder einen Bevollmächtigten mit notarieller Vollmacht schicken.
  2. Vertragsverlesung: Der Notar verliest den gesamten Kaufvertrag wörtlich. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und dauert je nach Umfang eine gute halbe bis ganze Stunde. Beide Parteien können Fragen stellen und letzte Änderungen veranlassen.
  3. Erläuterung und Rückfragen: Der Notar erklärt die rechtlichen Konsequenzen der einzelnen Vertragsklauseln. Beim Grundstück erläutert er insbesondere die Regelungen zu Erschließung, Vermessung und Baulasten.
  4. Unterzeichnung: Beide Parteien und der Notar unterschreiben den Vertrag. Damit ist der Kauf beurkundet.
  5. Nachbereitung: Der Notar veranlasst die Auflassungsvormerkung im Grundbuch, informiert das Finanzamt für die Grunderwerbsteuer und steuert den weiteren Ablauf bis zur Eigentumsumschreibung.

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Was sollten Sie mitbringen?

  • gültigen Personalausweis oder Reisepass
  • Finanzierungsbestätigung der Bank
  • steuerliche Identifikationsnummer
  • gegebenenfalls eine Vollmacht, falls ein Vertreter erscheint

Die Kosten

Die Notarkosten richten sich nach dem Kaufpreis und sind gesetzlich festgelegt. Rechnen Sie mit einem kleinen einstelligen Prozentbereich des Kaufpreises für die Notargebühren und die Grundbucheintragung zusammen. Die Kosten trägt in der Regel der Käufer.

Grundstücksspezifische Besonderheiten

Im Unterschied zu einer bestehenden Immobilie können hier zusätzliche Punkte relevant sein:

  • Vermessungsurkunde: Bei Grundstücksteilungen wird die Vermessung im Vertrag geregelt.
  • Erschließungszusagen: Vereinbarungen zur Kostentragung für eine ausstehende Erschließung werden im Vertrag festgehalten.
  • Rücktrittsklauseln: gegebenenfalls ein Rücktrittsrecht bei Versagung der Baugenehmigung.
Vertragsunterzeichnung beim Notar

Zeitplan nach dem Termin

  • wenige Tage: Auflassungsvormerkung im Grundbuch
  • einige Wochen: Grunderwerbsteuerbescheid vom Finanzamt
  • nach Zahlung: Unbedenklichkeitsbescheinigung
  • einige Wochen später: Eigentumsumschreibung im Grundbuch

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Wir begleiten Sie

Auf Wunsch sind wir beim Notartermin im Raum Wiesbaden an Ihrer Seite und beantworten offene Fragen zum Grundstückskauf.

Häufige Fragen zur Beurkundung in Wiesbaden

Wer wählt den Notar beim Grundstückskauf in Wiesbaden?

In der Regel der Käufer, weil er die Notarkosten trägt – wir empfehlen erfahrene Notare vor Ort. Der Notar ist dabei zur Neutralität verpflichtet.

Wichtig zu verstehen ist:

  • der Notar vertritt weder Käufer noch Verkäufer
  • seine Aufgabe ist ein rechtssicherer Vertrag für beide Seiten
  • er klärt beide Parteien neutral über ihre Pflichten auf

Beim Grundstückskauf ist ein Notar mit Erfahrung in grundstücksspezifischen Regelungen besonders wertvoll. Er erkennt heikle Konstellationen bei Erschließung, Vermessung oder Baulasten. So werden diese Punkte sauber im Vertrag abgebildet. Wir empfehlen Ihnen gern geeignete Notare in Wiesbaden und der Region. Grundsätzlich steht es Ihnen aber frei, einen Notar Ihres Vertrauens zu wählen, etwa wenn Sie bereits gute Erfahrungen gemacht haben.

Wie lange dauert der Notartermin beim Grundstückskauf in Wiesbaden?

Bei einem Standardgrundstück meist eine knappe Stunde – wir raten, keine knappen Anschlusstermine zu legen. Der Hauptteil ist das vorgeschriebene Verlesen des Vertrags.

Länger dauert es vor allem bei:

  • einer Grundstücksteilung mit Vermessungsregelungen
  • umfangreichen Erschließungsvereinbarungen
  • zusätzlichen Rücktrittsklauseln

Gerade die Fragen am Ende des Termins sind oft die wichtigsten. Nehmen Sie sich diese Zeit, denn nach der Unterschrift sind Sie rechtlich gebunden. Wer den Entwurf vorab kennt, folgt dem Verlesen deutlich entspannter. Wir sorgen dafür, dass Sie den Termin ohne Zeitdruck erleben. Änderungswünsche lassen sich im Termin noch aufnehmen, solange beide Parteien einverstanden sind, weshalb sich Nachfragen immer lohnen.

Was kostet der Notar beim Grundstückskauf in Wiesbaden?

Die Notarkosten sind gesetzlich geregelt und richten sich nach dem Kaufpreis – wir weisen sie in der Gesamtkalkulation aus. Verhandeln lassen sie sich nicht.

Für Ihre Planung gilt:

  • die Notarkosten liegen bei einem kleinen einstelligen Prozentbereich des Kaufpreises
  • hinzu kommen die Grundbuchgebühren
  • die Kosten trägt in der Regel der Käufer

Da sie prozentual berechnet werden, steigen sie mit dem Kaufpreis. Wegen der oft hohen Grundstückspreise sind die absoluten Beträge entsprechend spürbar. Deshalb gehören sie fest in die Nebenkostenkalkulation. Wir planen sie von Anfang an mit ein. Da die Notarkosten aus Eigenkapital zu tragen sind, sollten Sie sie nicht in die Finanzierungssumme einrechnen.

Welche Klauseln sind beim Notartermin für ein Grundstück in Wiesbaden wichtig?

Vor allem die grundstücksspezifischen Regelungen, die über den Standard hinausgehen – wir achten auf ihre Aufnahme. Sie sichern Sie gegen die typischen Grundstücksrisiken ab.

Besonders wichtig sind:

  • Erschließungszusagen mit klarer Kostentragung
  • ein Rücktrittsrecht bei Versagung der Baugenehmigung
  • die Klärung von Baulasten und Wegerechten

Bei Verdacht auf Altlasten sind zudem Zusicherungen zur Bodenbeschaffenheit sinnvoll. Bei Teilungen kommt eine Vermessungsregelung hinzu. Fehlt eine dieser Klauseln, tragen Sie das jeweilige Risiko allein. Deshalb prüfen wir vor dem Termin, ob alle relevanten Regelungen im Vertrag stehen. Der Notar weist zwar auf rechtliche Folgen hin, verhandelt aber nicht in Ihrem Interesse, weshalb die inhaltliche Vorprüfung unsere Aufgabe bleibt.

Was muss ich zum Notartermin für ein Grundstück in Wiesbaden mitbringen?

Vor allem gültige Ausweisdokumente und die wichtigsten Angaben zur Abwicklung – wir stellen Ihnen vorab eine Checkliste bereit. Fehlende Unterlagen können den Termin verzögern.

Dazu gehören in der Regel:

  • ein gültiger Personalausweis oder Reisepass aller Beteiligten
  • die steuerliche Identifikationsnummer
  • die Bankverbindung und die Finanzierungsbestätigung

Kann ein Partner nicht dabei sein, ist eine notarielle Vollmacht erforderlich. Prüfen Sie außerdem rechtzeitig, ob Ihr Ausweis noch gültig ist. Mit unserer Checkliste haben Sie alles rechtzeitig beisammen. So gehen Sie gut vorbereitet in die Beurkundung. Ein abgelaufenes Ausweisdokument ist einer der häufigsten Gründe, warum ein Termin kurzfristig verschoben werden muss, was den gesamten Ablauf um Wochen zurückwerfen kann.

Wann muss ich den Kaufpreis für das Grundstück in Wiesbaden zahlen?

Erst nach der Fälligkeitsmitteilung des Notars, wenn alle Sicherungen greifen – wir erklären Ihnen den geschützten Ablauf. Am Tag der Beurkundung fließt noch kein Geld.

Vor der Fälligkeit müssen unter anderem vorliegen:

  • die eingetragene Auflassungsvormerkung
  • die Zahlung der Grunderwerbsteuer
  • die Löschungsbewilligungen alter Grundschulden

Diese Sicherungen schützen Sie davor, ohne gesicherte Rechtsposition zu zahlen. Erst wenn der Notar grünes Licht gibt, überweisen Sie den Kaufpreis. Halten Sie die genannte Zahlungsfrist dann unbedingt ein. Wir behalten die Fristen für Sie im Blick. Wichtig ist, dass Ihre Finanzierung zum Zeitpunkt der Fälligkeit abrufbereit ist, damit die Zahlung fristgerecht erfolgt und keine Verzugszinsen entstehen.

Gerne für Sie da

Ihre Daten werden verschlüsselt übertragen, vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.

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Rückert Immobilien GmbH & Co. KG

Rheingaustraße 51
65201 Wiesbaden